Stückbeschreibung


Ja, liebes Publikum, Thealternativ kommt Ihnen in diesem Jahr mal geizig. Bitte verstehen Sie das nicht falsch, aber in Zeiten der Sparsamkeit (koste es, was es wolle), in denen schwer Geld aufzutreiben ist (sogar in der EU), hohe Zinsen zum guten Ton gehören (selbstverständlich bei Krediten), Börsenberichte von Hochs und Tiefs wie Wetterberichte anmuten und Geiz geil ist, war die Wahl des Stückes schon berechtigt.

Nun kennt sicher der eine oder andere von Ihnen Moliéres Komödie „Der Geizige“. Doch das Problem übertriebener Sparsamkeit ist keineswegs rein männlicher Natur. Wohl eher menschlich, also auch weiblich. In unserer Bearbeitung des Stücks, welches 1668 in Paris uraufgeführt wurde, geht es um Madame Harpagon, die wirklich keine Gelegenheit auslässt, an Geld zu kommen. Ja, wenn sie sich wenigstens etwas dafür leisten würde. Mitnichten. Sie vergräbt es lieber im Garten, treibt mit ihrem Geiz die gesamte Dienerschaft zur Weißglut und macht sich vor aller Welt zum Gespött. Auch ihre Kinder Elise und Cleante, welche sich mit ihren Liebsten heimlich verlobt haben und lieber heute als morgen ihrer verbohrten Mutter den Rücken kehren möchten, haben unter ihrer Herrschaft zu leiden.

Nicht nur die Tatsache, dass sie ihre beiden Kinder kurz hält und an irgendwelche steinreiche Heiratskandidaten verhökern will, lassen Elise und Cleante verzweifeln, sondern auch die wahnwitzige Idee, selbst noch einmal in den heiligen Stand der Ehe zu treten. Als Elise erfährt, wer der „Glückliche“ ist, gerät sie außer sich. Für noch mehr Aufregung im Hause Harpagon sorgt allerdings der Diebstahl einer Kassette mit 10.000 Goldtalern. Jeder wird verdächtigt und ein Kommissar hinzugezogen. Doch das Geld bleibt verschwunden. Die „Gnädigste“ würde alles dafür tun, um ihren geliebten Goldschatz wieder zu bekommen. Das ist die Gelegenheit, auf die alle anderen im Hause nur gewartet haben…

VORHANG AUF!


Viel Spaß wünscht Ihnen
Ihre Theatergruppe THEA(L)TERNATIV